Kriminelle nutzen das barrierefreie Mautsystem, bekannt als Free Flow, als Köder, um Autofahrer zu betrügen. Das Cybersicherheitsunternehmen Kaspersky identifizierte 480 gefälschte Websites, die seit Beginn des Jahres elektronische Mautgebühren simulieren, wobei seit Mai mehr als 80 neue Domains erstellt wurden.
Der Betrug funktioniert folgendermaßen: Der Autofahrer sucht im Internet nach Möglichkeiten zur Begleichung von Mautschulden und stößt auf gesponserte Anzeigen oder Links, die in sozialen Netzwerken geteilt werden. Die betrügerischen Seiten imitieren legitime elektronische Mautzahlungsplattformen und zeigen nach Eingabe des Fahrzeugkennzeichens durch den Nutzer eine angebliche offene Schuld an.
Um den Anschein von Legitimität zu erwecken, zeigen die Websites niedrige Beträge, die mit den tatsächlichen Mautgebühren übereinstimmen, und geben sogar echte Daten des abgefragten Fahrzeugs an. Das Opfer wird dann dazu verleitet, per Pix zu bezahlen, und das Geld wird auf "Maultier"-Konten überwiesen, was die Nachverfolgung und Rückholung der Beträge erschwert.
Seit dem 24. August ermöglicht die brasilianische CNH-App die Abfrage von Mautschulden und bietet Autofahrern damit eine sichere Alternative zur Überprüfung ihrer finanziellen Verbindlichkeiten.




