Die Energieministerin Maria da Graça Carvalho kündigte in Brüssel an, dass die Europäische Kommission die Rückkehr des portugiesischen Staates in das Kapital der Redes Energéticas Nacionais (REN) „positiv aufgenommen" hat, und ist der Ansicht, dass die öffentliche Beteiligung eine größere „Sicherheit und energetische Souveränität" ermöglicht. Die Regierungsvertreterin traf sich mit Céline Gauer, der Verantwortlichen der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission, um zu erklären, dass der Eintritt des Staates in das Hochspannungs-Stromübertragungsunternehmen von „entscheidender Bedeutung" für die Souveränität und Sicherheit des Landes ist.
Nach Angaben der Ministerin war Portugal das einzige Land, dessen Stromübertragungsunternehmen „vollständig privat" waren, unter den 40 Unternehmen aus 34 europäischen Ländern, die dem europäischen Netz der Übertragungsnetzbetreiber angehören, wobei 18 dieser Unternehmen vollständig in öffentlicher Hand sind, wie in Dänemark, Schweden und Norwegen.
Der portugiesische Staat kehrte über die Parpública in die Aktionärsstruktur der REN zurück, die eine Beteiligung von 13,7% von Pontegadea erwarb, und markierte damit die Rückkehr in das Kapital des Unternehmens nach dem vollständigen Ausstieg im Jahr 2014 im Rahmen des Privatisierungsprozesses während der Finanzkrise. Die Operation wurde seit 2024 vom Premierminister koordiniert und wurde mit „größter Sorgfalt und vertraulich" durchgeführt, um das Funktionieren der REN nicht zu beeinträchtigen.
Die Operation unterliegt noch erforderlichen Verfahren, einschließlich der vorherigen Prüfung durch den Rechnungshof und der Stellungnahme der ERSE. Die Ministerin lehnte es ab, einen möglichen künftigen Ausbau der öffentlichen Beteiligung oder die Vertretung des Staates in den Gesellschaftsorganen des Unternehmens zu kommentieren, und verwies diese Fragen auf eine spätere Phase und auf das Finanzministerium.




