Minister André Mendonça vom Obersten Gerichtshof (STF) wird ein Gutachten der Generalbundesanwaltschaft (PGR) abwarten, bevor er über die Eröffnung eines neuen Ermittlungsverfahrens entscheidet. In einer Verfügung vom Montag gab Mendonça der PGR fünf Tage Zeit, um zu dem Thema Stellung zu nehmen.
Die unter die Lupe genommenen Erwähnungen betreffen den Leiter der Behörde selbst, Paulo Gonet, sowie den Generaldirektor der Bundespolizei, Andrei Rodrigues. Diese Verweise tauchten in Nachrichten auf, die auf dem Handy des Bankiers Daniel Vorcaro, ehemaliger Kontrolleur der Banco Master, im Rahmen der Ermittlungen zur Finanzinstitution beschlagnahmt wurden.
Laut einem von der Bundespolizei erstellten Bericht erklärte Vorcaro in einer der Nachrichten, er benötige den "Schutz" von "Andrei und Paulo". Die Behörde identifizierte diese Verweise als an den Generaldirektor der Bundespolizei und an Gonet gerichtet. Den Ermittlungen zufolge soll die Nachricht an Minister Alexandre de Moraes gesendet worden sein.
Der Inhalt wurde von der Website Metrópoles enthüllt und vom GLOBO bestätigt. Mit der Stellungnahme der PGR wird es an Mendonça liegen zu bewerten, welche Maßnahmen in Bezug auf den Fall ergriffen werden müssen.




