In Bunia, einer Stadt im Kongo, die seit Mai von einem Ebola-Ausbruch betroffen ist, hat der Sargmarkt einen dramatischen Wandel durchgemacht. Mehr als ein Dutzend Tischlereien haben sich nun ausschließlich der Sargherstellung verschrieben, aufgereiht entlang der Straßen der Stadt.
Djo Limayo ist ein kongolesischer Tischler, der unter Sägemehl und dem Geräusch von Elektrosägen arbeitet und Särge baut. Vor dem Ausbruch verkaufte er nur eine begrenzte Anzahl, aber seitdem blüht das Geschäft erheblich auf.
Die Holzkisten werden in verschiedenen Stilen hergestellt: Einige sind mit Goldimitationen verziert, andere sind schlicht, und es gibt auch kleine Versionen für Babys. Die Stücke liegen auf Tischen oder sind in Regalen gestapelt, ein Anblick, den niemand gerne betrachtet.
Der Artikel hebt den düsteren Widerspruch der Situation hervor: Während die Stadt mit einem öffentlichen Gesundheitsnotstand durch den Ebola-Ausbruch konfrontiert ist, sehen die Sarghersteller in dieser Tragödie eine Gelegenheit für den wirtschaftlichen Aufschwung ihrer Betriebe.




