Am 28. August fand im Convento de São José in Lagoa ein Seminar zur Zukunft der Landwirtschaft in der Algarve im kommenden Jahrzehnt statt, das von der CCDR Algarve im Rahmen der FATACIL 2026 und des Programms AMAR A TERRA organisiert wurde. An der Veranstaltung nahm der Minister für Landwirtschaft und Meer, José Manuel Fernandes, teil, und es versammelten sich etwa hundert Teilnehmer, darunter repräsentative Organisationen des Landwirtschaftssektors, Verantwortliche der öffentlichen Verwaltung und Wirtschaftsakteure. Zur Eröffnung waren auch der Bürgermeister von Lagoa, Luís Encarnação, und der Präsident der CCDR Algarve, José Apolinário, anwesend.
Minister José Manuel Fernandes konzentrierte seine Rede auf die wichtigsten Herausforderungen und Chancen für den Landwirtschaftssektor und auf die Zukunft der Finanzierung von Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung im Zeitraum 2028-2034. Die Wasserverfügbarkeit wurde als entscheidender Faktor für Investitionen und Ernährungssicherheit genannt, wobei der Minister einen integrierten Ansatz für das Wasserressourcenmanagement befürwortete und das Projekt „Água que Une" als strategisch und strukturbildend bezeichnete. José Manuel Fernandes warnte auch vor den Risiken einer übermäßigen Verlagerung der Verantwortung für die Agrarfinanzierung auf die nationalen Haushalte der Mitgliedstaaten und setzte sich für eine starke Gemeinsame Agrarpolitik mit einer wirklich europäischen Dimension ein.
Das Seminar behandelte auch die Notwendigkeit, neue Generationen für die landwirtschaftliche Tätigkeit zu gewinnen, forschungs- und innovationsorientierte Lösungen für die konkreten Probleme der Landwirte sowie Investitionsförderungen in der Region. Es nahmen auch Susana Barradas vom Planungsbüro teil, die über die Finanzierung nach 2027 sprach, Luís Souto Barreiros vom IFAP, der die Fondsausführung analysierte, Macário Correia von AdP Aqua, der das Projekt „Água que Une" vorstellte, und Pedro Santos von Consulai, der seinen Vortrag auf die Erneuerung der Generationen konzentrierte. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der FEDAGRI, CONFAGRI, CAP, AJAP und AlgarOrange identifizierte Wasser, Investitionen, Zugang zu Finanzierungen und die notwendigen Bedingungen für die Fortführung der landwirtschaftlichen Tätigkeit als Hauptprobleme.
Zum Abschluss betonte der Vizepräsident der CCDR Algarve, Fernando Severino, die Notwendigkeit der Koordinierung zwischen öffentlichen Stellen, landwirtschaftlichen Organisationen und Wirtschaftsakteuren, um auf die Transformationen zu reagieren, mit denen der Sektor konfrontiert ist, insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Anpassung an den Klimawandel. José Apolinário hatte bereits in seiner Eröffnung die Schaffung eines regionalen Kapitels im nächsten Finanzrahmen und die Übertragung von Kompetenzen im Bereich Wasser an die regionalen Landwirtschaftsdienste befürwortet.




