Der Gloria-Aufzug in Lissabon wird nach dem Unfall vom 3. September 2025, bei dem ein Großteil der Ausrüstung zerstört und 16 Menschen getötet und 24 verletzt wurden, durch eine neue Struktur ersetzt. Die Carris wird im ersten Quartal 2027 eine internationale Ausschreibung für die Planung und den Bau launchen und erwartet, dass der neue Aufzug 2029 seinen Betrieb aufnehmen kann. Das Unternehmen betrachtet das Projekt nicht mehr als einfachen Wiederaufbau der vorherigen Ausrüstung, sondern als Schaffung einer neuen Anlage.
Laut dem Präsidenten der Carris, Rui Lopo, haben die durch den Unfall verursachten Schäden die Bedingungen für die Wiederherstellung der bestehenden Ausrüstung verändert. Das Unternehmen beabsichtigt, die Verbindung des Aufzugs zur Identität der Glória-Zone beizubehalten, aktuelle Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit, Zuverlässigkeit und technische Überwachung einzuführen. Die neue Ausrüstung wird als neue Anlage betrachtet und profitiert nicht mehr vom Regime für historische Ausrüstungen.
Die Carris beabsichtigt, die bekannte Konfiguration der Calçada da Glória zu bewahren und betrachtet die Kontinuität der öffentlichen Nutzung dieses Raumes als städtebauliche und denkmalpflegerische Priorität. Die neue Kabine soll den Barrierefreiheitsanforderungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Komfort und Anpassung an verschiedene Fahrgastprofile entsprechen. Die Stadtverwaltung Lissabon, als alleinige Aktionärin der Carris, hat Leitlinien für ein robustes und modernes Projekt definiert, das die Identität des Gloria-Aufzugs bewahrt.
Die Untersuchung des Unfalls ist noch im Gange, wobei der Endbericht des Amtes für Unfallverhütung und -untersuchung mit Luftfahrzeugen und Eisenbahnunfällen nun erst für Ende des ersten Quartals 2027 erwartet wird, aufgrund der Komplexität der technischen Gutachten. Die Versicherungsgesellschaft Fidelidade der Carris hat bisher Kosten von 2,3 Millionen Euro übernommen, einschließlich Behandlungen, Krankenhausaufenthalten, Rehabilitation, Rückführungen, Bestattungsdienste und vier Entschädigungsvereinbarungen mit Familien von tödlich verletzten Opfern.




