Der Fußballverein Guangzhou Evergrande ist in ein gerichtliches Liquidationsverfahren eingetreten und markiert damit das Ende einer Ära im chinesischen Fußball. Das Unternehmen, das den Verein gegründet hat, Evergrande, ist ebenfalls in ein Liquidationsverfahren eingetreten und zieht damit das Wappen mit, das jahrelang die größten Investitionen und Ambitionen im asiatischen Sport repräsentierte.
Der Guangzhou Evergrande war einer der erfolgreichsten Vereine Asiens und errang acht chinesische Meisterschaften und zwei asiatische Champions-League-Titel. Das Team, gespeist durch millionenschwere Investitionen, dominierte den inländischen Fußball und international auf sich aufmerksam und wurde zum Maßstab auf dem Kontinent.
Der Verein hatte den erklärten Ehrgeiz, der größte Asiens zu werden, und investierte stark in Top-Spieler und Verpflichtungen internationaler Stars. Doch die Finanzkrise des Unternehmens Evergrande, bekannt als einer der größten Immobilienkonzerne Chinas, bestimmte letztendlich das Schicksal des Sportprojekts.
Mit der gerichtlichen Liquidation sowohl des Unternehmens als auch des Vereins endet eine Ära von Größe und Exzessen im chinesischen Fußball. Der Guangzhou Evergrande, der einst als Gigant des asiatischen Sports galt, wartet nun auf sein endgültiges Schicksal nach Jahren des finanziellen Niedergangs.




