Der neue Elevador da Glória wird bis Ende 2029 eröffnet, gab die Carris bekannt. Der alte Aufzug wurde bei einem Unfall am 3. September 2025 zerstört, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen und etwa 20 weitere verletzt wurden. Das Unternehmen wird im ersten Quartum 2027 eine internationale öffentliche Ausschreibung für die Planung und den Bau der neuen Anlage einleiten, die eine völlig neue Installation und keine Wiederaufbau sein wird.
Der Präsident der Carris, Rui Lopo, betonte, dass die Verantwortung des Unternehmens nicht nur darin bestehe, die Vergangenheit wiederaufzubauen, sondern die Zukunft zu gestalten. Die Lösung basiert auf fünf Leitprinzipien, darunter absolute Sicherheit, und berücksichtigt die Erhaltung der Calçada da Glória, die wie in den letzten 140 Jahren beibehalten werden soll. Der Architekt Ricardo Bak Gordon wies darauf hin, dass eine Museumisierung von Teilen des alten Aufzugswagens Nr. 1 geplant ist.
Gonçalo Reis, Vizebürgermeister der Stadt Lissabon, erklärte, dass der Auftrag an die Carris auf vier Achsen beruhe: eine robuste und technisch fortschrittliche Lösung, vereinbar mit der Aufwertung des öffentlichen Raums, modern, aber die historische Identität der Anlage respektierend, und ein vorbildliches Verfahren durch eine transparente internationale öffentliche Ausschreibung.
In Bezug auf die Entschädigungen haben bisher nur vier der 16 Familien der tödlichen Opfer Vergütungen erhalten, und sieben Verfahren werden noch verhandelt. Die Versicherungsgesellschaft Fidelidade teilte mit, dass sie rund 2,3 Millionen Euro an Kosten getragen hat, und keiner der 24 Verletzten wurde bisher entschädigt, da die endgültige Schadensbewertung von der klinischen Stabilisierung der Verletzten abhängt. Die Carris hat nach dem Unfall auch die Wartungsverträge mit dem Unternehmen MNTC gekündigt.




