Wenn man ein Auto erwirbt, das mit einer bestimmten Leistung in Pferdestärken (PS) beworben wurde, und anschließend einen niedrigeren Wert im Fahrzeugbrief findet, kann das bei Verbrauchern Misstrauen erzeugen. Laut dem Artikel ist die Antwort jedoch einfach: Es handelt sich nicht zwangsläufig um Betrug oder falsche Informationen. Ein und dasselbe Fahrzeug kann je nach Dokument oder verwendeter Messmethode unterschiedliche Leistungswerte aufweisen.
Bei Elektrofahrzeugen gibt es eine besonders wichtige Unterscheidung zwischen der maximalen Leistung, die das System insgesamt bereitstellen kann, und der Leistung, die es über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten kann. Die Verordnung Nr. 85 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa definiert eine spezifische Messung namens „maximale Leistung über 30 Minuten", die der durchschnittlichen maximalen Nutzleistung entspricht, die ein elektrisches System während dieses Zeitraums liefern kann. Diese kann unter der maximalen Leistung des Antriebssystems liegen, wenn die Batterie eine Einschränkung darstellt.
Es gibt auch eine einfachere Erklärung für die Unterschiede in den Werten: In Portugal wird im Fahrzeugbrief die Leistung in Kilowatt (kW) angegeben, während die Hersteller die Fahrzeuge mit Pferdestärken (PS) bewerben. Ein Kilowatt entspricht etwa 1,36 PS, sodass die Zahlen nie übereinstimmen werden. Zum Beispiel entsprechen 110 kW etwa 150 PS.
Bei Elektrofahrzeugen wird die Situation noch verwirrender, da tatsächlich zwei unterschiedliche Leistungswerte existieren können, je nachdem, welche technische Eigenschaft gemessen wird. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte jeder, der eine Abweichung feststellt, die genaue Fahrzeugversion anhand der Homologationsnummer überprüfen und klären, ob er kW mit PS vergleicht oder zwei verschiedene Leistungsarten. Ein niedrigerer Wert im Fahrzeugbrief bedeutet nicht automatisch, dass das Fahrzeug weniger Leistung hat, als gekauft wurde.




