Der Präsidentschaftskandidat der Partei Missão, Renan Santos, kündigte an, gegen die Entscheidung des Ministers des Obersten Wahlgerichts, Dias Toffoli, Berufung einzulegen, die die digitale Kampagne seiner Kandidatur einschränkte. Die Entscheidung untersagte die Veröffentlichung von Kampagneninhalten auf 16 Profilen, die dem Wahlgericht außerhalb der festgelegten Frist gemeldet wurden.
Die Maßnahme blockierte außerdem Überweisungen aus dem Wahlfonds und verhinderte die Teilnahme des Kandidaten an Debatten im Radio, im Fernsehen, in Podcasts und anderen Kommunikationsmitteln. Nur eine Website und ein Profil in dem sozialen Netzwerk X, die innerhalb der Frist gemeldet wurden, dürfen weiterhin aktiv bleiben. Die Entscheidung hindert die Kampagne nicht daran, auf der Straße fortgeführt zu werden.
Renan Santos bezeichnete die Entscheidung als einseitig und absurd. Seinem Angaben nach hat eines der außerhalb der Frist gemeldeten Profile fast zweieinhalb Millionen Follower und wurde bereits für Wahlwerbung genutzt. Der Minister vertrat die Auffassung, dass die verspätete Meldung der Konten der Kampagne einen unrechtmäßigen Vorteil verschaffen und die Gleichheit unter den Kandidaten beeinträchtigen könnte.
Bei einem Verstoß gegen die Entscheidung können gegen den Kandidaten Bußgelder von bis zu 50.000 R$ pro Handlung verhängt werden.




