Die Autorin Carla Madeira, die als Brasiliens meistgelesene Schriftstellerin gilt, gab dem Videocast „Conversa vai, conversa vem" ein Interview, das auf YouTube des Jornal OGLOBO und auf Spotify verfügbar ist. In dem Gespräch sprach sie über die Präsenz von Sex in ihren Büchern und erklärte, dass sie dieselbe Argumentation verwendet wie beim Thema Essen: „weil die Menschen essen, na klar", ebenso wie „die Menschen Sex haben". Sie veröffentlicht gerade ihren vierten Roman „Quando", der bereits an erster Stelle der Liste der meistgelesenen Werke des Literaturportals Publish News steht.
Die Autorin erklärte, wie sie die weibliche Sexualität in ihren Werken zu behandeln versucht, ein Thema, das sich durch ihre Bücher zieht. In „Tudo é Rio" ist die Figur Lucy eine Prostituierte, die ihre Arbeit mag, was, ihr zufolge, für viele wie eine Beleidigung klingt. In „Quando" wird die Figur Margarida als jemand beschrieben, der „die Hüften zerdrückt" hat.
Carla Madeira wurde auch emotional, als sie die Auswirkungen beschrieb, die das Gespräch über Fragen zur weiblichen Libido mit Frauen in Freiheitsentzug während ihrer Besuche in Gefängnissen hatte. Das Thema weckte große Reaktionen bei den Häftlingen während dieser Begegnungen.




