Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um den Prozess der elektronischen Klassifizierung der nationalen Abschlussprüfungen der Sekundarschule zu untersuchen. Die Untersuchung wurde als Reaktion auf eine von der Federação Nacional dos Professores (Fenprof) im Juli eingereichte Beschwerde eingeleitet. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte, dass das Ermittlungsverfahren von der Abteilung für Ermittlung und strafrechtliche Verfolgung der Regionalstaatsanwaltschaft Lissabon durchgeführt wird.
Die Beschwerde der Fenprof basiert auf Berichten über verschwundene Prüfungsbögen bei mehreren Prüfungen. Laut Francisco Gonçalves, einem der Generalsekretäre der Gewerkschaft, gab es „schriftliche Anweisungen dahingehend, dass die Lehrer Items bewerten sollten, deren Antworten nicht vollständig waren", was einen Rechtsverstoß darstellen könnte. Angesichts der Unfähigkeit, den Korrektoren den vollständigen Inhalt der Prüfung zukommen zu lassen, wurden Anweisungen gegeben, diese mit dem verfügbaren Material zu bewerten.
Die Fenprof äußerte Bedenken hinsichtlich der möglichen Verantwortlichkeit der an der Bewertung der Prüfungen beteiligten Lehrer für Fragen, die nicht in ihren Verantwortungsbereich fallen. Die Gewerkschaft betonte die Bedeutung davon, zu untersuchen, ob die verwendete Plattform ordnungsgemäß funktioniert hat und ob die von den Verantwortlichen gegebenen Anweisungen die erforderlichen gesetzlichen Anforderungen erfüllten.
In diesem Jahr wurden die nationalen Abschlussprüfungen der Sekundarschule zum ersten Mal in digitalem Format korrigiert. Der Prozess war jedoch von Beginn an mit mehreren technischen Problemen konfrontiert, was das Bildungsministerium dazu veranlasste, ursprünglich vorgesehene Fristen zu verschieben. Die Lehrer berichteten von Verzögerungen bei der Bereitstellung der Prüfungen, Fehlern bei der Digitalisierung der Antworten und Schwierigkeiten mit der Bewertungsplatt




