Die Zulassungsnoten für das Hochschulstudium 2026 zeigen, dass Betriebswirtschaftslehre an den 13 portugiesischen öffentlichen Hochschulen, die beide Studiengänge anbieten, eine höhere Zulassungsnote erhielt als Volkswirtschaftslehre. Der Autor, João Tovar, betrachtet diesen Trend nicht als punktuelle Besonderheit, sondern als Ergebnis einer Transformation, die schon lange im Gange ist. Die Studierenden reagieren auf ihre Wahrnehmung der Anreize: Betriebswirtschaftslehre präsentiert sich als näher an den Unternehmen, flexibler, internationaler und mit leicht identifizierbaren Berufsaussichten, während Volkswirtschaftslehre Theorie, Mathematik, Statistik und Ökonometrie erfordert und dazu zwingt, über Abstraktionen und Mechanismen nachzudenken.
Der Autor identifiziert eine Ironie darin, dass Betriebswirtschaftslehre genau deshalb gesiegt hat, weil sie das beherrscht, was sie lehrt: das Produkt positionieren und einen Wertvorschlag kommunizieren. Pedro Santa Clara warnte kürzlich vor dem Risiko, dass künstliche Intelligenz eine Lernillusion erzeugen und zur intellektuellen Atrophie führen kann, wenn sie das Denken ersetzt. Die Wirtschafts- und Managementfakultäten haben sich an den Markt angepasst, mit Lehrveranstaltungen wie Macroeconomics for Business, in einer Umkehrung, bei der die Volkswirtschaftslehre herabsteigt, um in die Betriebswirtschaftslehre zu passen, anstatt dass die Betriebswirtschaftslehre zur Volkswirtschaftslehre aufsteigt.
João Tovar vertritt die Ansicht, dass sich die Wirtschaftswissenschaft durch Merkmale auszeichnet, die in einer von Informationen übersättigten Welt




