Der Präsident der Obras Sociais de Viseu, José Carreira, vertrat die Ansicht, dass die Demenzdiagnose als eine Gelegenheit gesehen werden sollte, besser zu verstehen, zu planen und zu pflegen, und warnte vor Unwissenheit und Stigma, die die Suche nach Hilfe weiterhin verzögern. Die Institution beteiligte sich im September an dem Welt-Alzheimer-Monat unter dem Motto „Je früher Sie es wissen, desto mehr können Sie tun: Die Demenzdiagnose ist wichtig", eine internationale Kampagne, die von Alzheimer's Disease International (ADI) initiiert wurde und die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung einer rechtzeitigen Diagnose lenken soll.
Nach den von der Kampagne veröffentlichten Daten wird geschätzt, dass 75 % der Menschen, die derzeit weltweit mit Demenz leben, keine formelle Diagnose erhalten haben. José Carreira war der Ansicht, dass diese Realität die Notwendigkeit einer Gesellschaft zeigt, in der das Reden über Demenz genauso natürlich ist wie das Reden über jede andere Erkrankung, in der die Menschen gehört und respektiert werden und die Diagnose den Beginn eines Begleitwegs darstellt.
Der Verantwortliche der Obras Sociais de Viseu warnte auch, dass das Fortbestehen der Vorstellung, dass kognitive Veränderungen eine unvermeidliche Folge des Alterns sind, zur Verzögerung der Hilfesuche beiträgt, und betonte, dass „Demenz kein Teil des normalen Alterns ist". Andauernde Gedächtnisprobleme, Schwierigkeiten bei der Ausführung gewohnter Aufgaben und Sprachprobleme sind einige der Anzeichen, die dazu veranlassen sollten, professionelle Gesundheitsberatung zu suchen.
Die Institution vertrat einen auf die Person zentrierten Ansatz, der nicht nur die Krankheit, sondern die Lebensgeschichte, die Autonomie und die Teilhabe berücksichtigt. José Carreira erklärte, dass „Pflegen viel mehr ist, als nur auf die Krankheit zu reagieren", und dass man, je früher man es weiß, desto früher besser pflegen kann. Neben der medizinischen Versorgung hoben die Obras Sociais de Viseu die Bedeutung der sozialen Unterstützung, der Rehabilitation, der Aktivitäten zur Teilhabe und Inklusion sowie der Begleitung der pflegenden Angehörigen hervor.




