Lula hat die Unterstützung des Centrão im Nationalkongress gesichert, wobei Führungsfiguren des Blocks öffentlich den Kandidaten der PT unterstützen. Der Präsident der PSD, Gilberto Kassab, erklärte, dass der Block hinter Lula stehe, was auf eine Annäherung zwischen der Bundesregierung und den Parteien hindeutet, die historisch gesehen pragmatische Interessen über ideologische Ausrichtungen gestellt haben.
Allerdings haben die Parteien, aus denen sich der Centrão zusammensetzt, keine formellen Bündnisse mit Präsidentschaftskandidaten geschlossen. Das Fehlen schriftlicher Verpflichtungen ermöglicht es den Parteien, flexibel in ihren Positionen zu bleiben, je nach politischem Szenario und den Verhandlungen, die sich während des Wahlkampfes entwickeln werden.
Analysten, die von der Publikation befragt wurden, weisen darauf hin, dass der für den Centrão charakteristische Pragmatismus stärker ideologischen Positionierungen weichen könnte, je weiter die Haushaltsmittel für Parlamentsänderungsanträge fließen. Die Kontrolle über diese Mittel gilt als Machtwerkzeug, das die Entscheidungen der Parteien bei den Abstimmungen im Kongress direkt beeinflusst.




