Das neue Theaterstück von Sofia Santana mit dem Titel „TERRA" kommt am 17. September in Castelo Branco an, um das Publikum mit den aktuellen Auseinandersetzungen über Land, Landschaft und die gemeinsame Zukunft zu konfrontieren. Das Dokumentarstück entstand aus einem umfangreichen Prozess der sozialen und gemeinschaftlichen Anhörung im gesamten nationalen Territorium, nach einer Zeit künstlerischen Aufenthalts in der Gemeinde Albicastrense. Die Dramaturgin zeichnet als Autorin des szenischen Projekts verantwortlich und gehört neben den Schauspielerinnen Laura Frederico und Marina Leonardo zum Ensemble.
Die Arbeit verfügt über die finanzielle Unterstützung der Generaldirektion für Künste und ist eine offizielle Koproduktion mit dem Zentrum für Darstellende Künste von Portalegre. Das künstlerische Team ging eine wissenschaftliche Partnerschaft mit der ZERO – Verein für ein nachhaltiges Erdsystem ein, die die strenge Begleitung der gesamten dramatischen Erzählung gewährleistete. Diese institutionelle Verbindung stärkt den Öko-Theater-Aspekt und verbindet technische Daten mit der populären Erinnerung, die über Monate empirischer Forschung in verschiedenen Regionen des Landes gesammelt wurde.
Die Dramaturgie begann während eines kreativen Aufenthalts in Aljustrel im Baixo Alentejo Gestalt anzunehmen, einer Region, die stark von den industriellen Auswirkungen geprägt ist. Auf der Bühne verbinden die Dialoge Momente von Humor, Poesie und direkter Konfrontation und legen Widersprüche offen, die in der intensiven Landwirtschaft, im Bergbau, in der Energiewende, in der Desertifikation und in der städtischen Expansion offensichtlich sind. Die Umweltfragen werden mit dem menschlichen Überleben verknüpft, wobei der Zugang zu Trinkwasser, die Erhaltung der Ökosysteme und die Ernährungssicherheit angesprochen werden.
Die Inszenierung ist in mehrere thematische Tableaux gegliedert, die hinterfragen, wer über das Schicksal der portugiesischen Böden entscheidet und wie weit die Gesellschaft bereit ist, im Namen des wirtschaftlichen Fortschritts zu gehen. Die Erde wird gleichzeitig als lebendige Materie, als ausgebeutete natürliche Ressource, als Wohnraum und als gemeinsames Kulturerbe dargestellt. Die Uraufführung in Castelo Branco markiert den Auftakt einer Tournee durch das Festland und festigt neue künstlerische Sprachen im Zusammenhang mit Ökologie und der




