Portugal ist das siebte Land, das in der Europäischen Union die meisten Windkraftanlagen eingeweiht hat, mit 200 Megawatt neuer Leistung im ersten Halbjahr dieses Jahres, wodurch die installierte Gesamtkapazität auf mehr als sechs Gigawatt gestiegen ist. Bis zum Jahresende werden weitere 50 Megawatt installiert. Diese neue Kapazität entspricht einem einzigen Projekt: dem Windpark Tâmega des spanischen Unternehmens Iberdrola mit insgesamt 274 Megawatt und einer Investition von 350 Millionen Euro.
Die Daten wurden vom europäischen Windkraftindustrieverband Wind Europe veröffentlicht. In der EU haben 16 Länder neue Kapazität eingeweiht, insgesamt 5,3 Gigawatt Onshore-Windkraft und 1,7 Gigawatt Offshore-Windkraft, was neun Milliarden Euro an neuen Investitionen entspricht. Deutschland führt das Ranking mit mehr als 2,3 Gigawatt an, gefolgt von Spanien mit 600 Megawatt und Polen mit 456 Megawatt.
Europa ist auf dem Weg zu einem neuen Rekord bei der Windenergie, mit 8,8 Gigawatt, die in der ersten Jahreshälfte installiert wurden, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Wind Europe prognostiziert insgesamt 24 Gigawatt neuer Kapazität bis zum Jahresende und erwartet, dass bis 2030 jedes Jahr 20 neue Gigawatt installiert werden. Der Verband warnte, dass trotz des guten Moments strukturelle Probleme bestehen bleiben und dass politische Entscheidungen bei Genehmigungen, Netzen und Elektrifizierung darüber entscheiden werden, ob der Wachstumstrend anhält.




