Der Oberste Wahlausschuss verhandelt an diesem Dienstag eine Klage der Arbeiterpartei gegen die Veröffentlichung eines mit Künstlicher Intelligenz produzierten Videos, das eine Ansprache des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro während des Konvents der Liberalpartei simulierte. Die Verhandlung gilt als einer der wichtigsten Tests des Gerichts bezüglich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in den diesjährigen Wahlen und könnte dazu beitragen, die Grenzen dessen festzulegen, was im Wahlkampf als Deepfake angesehen wird.
Gerichtsmitglieder sind der Ansicht, dass der TSE ungeachtet des Ausgangs des konkreten Falls als allgemeine Regel das Verbot des Einsatzes von Deepfakes in Wahlkampagnen beibehalten sollte, wenn der Inhalt die Fähigkeit hat, den Wähler zu täuschen. Die Hauptaufteilung unter den Ministern betrifft die Anwendung dieser Regel auf das beim Liberalpartei-Konvent gezeigte Video. Unter Wahrung ihrer Anonymität zitierte Minister zeigen zwei Strömungen im Plenum auf. Eine Fraktion befürwortet die Verhängung einer Geldstrafe, in der Auffassung, dass das Material als Deepfake einzustufen ist und einen Teil des Publikums dazu verleiten könnte, es für echt zu halten.




