Gewässerläufe und ufernahe Vegetation in Waldplantagen wurden lange Zeit als "verlorene Zonen" behandelt: zu feucht für die Produktion und zu schmal, um Priorität zu haben, und endeten häufig von invasiven gebietsfremden Arten dominiert. Dieser Artikel vertritt die Ansicht, dass sich diese Perspektive geändert hat und dass die Umwandlung dieser Zonen in Erhaltungskorridore "Spitzentechnologie" für die Waldbewirtschaftung des 21. Jahrhunderts darstellt. Die Autorin, Bruna Oliveira, Forscherin am CESAM der Universität Aveiro, erläutert, dass ein gut gestalteter Erhaltungskorridor die Artenvielfalt erhöht, Feuchtigkeits- und Schattengradienten schafft, die Trockenperioden reduzieren, und Tierarten Zuflucht, Nahrung und Wanderkorridore bietet.
Diese Erhaltungskorridore dienen auch als Werkzeuge zur Brandverhütung, indem sie Linien höherer Feuchtigkeit, weniger brennbare Vegetation und Diskontinuitäten in der Brennstoffstruktur einführen. Die Autorin argumentiert, dass der portugiesische Wald nicht länger eine Monokultur der Risiken sein kann und dass Mosaike mit Mustern unterschiedlicher Brennbarkeit geschaffen werden müssen. Die Korridore entziehen dem System keine Produktivität, sondern stabilisieren es und reduzieren potenzielle Verluste bei Extremereignissen. Die Forschung ermöglicht bereits die Quantifizierung von Installations- und Wartungskosten, Vorteilen durch Holz, Kohlenstoffbindung, Brandrisikoreduzierung und hydrologischer Regulierung.
Im Jahr 2024 genehmigte die Europäische Union die Verordnung zum Naturschutz (Verordnung EU 2024/1991), die verbindliche Ziele für die Wiederherstellung von mindestens 20 % der Land- und Meeresflächen bis 2030 und aller degradierten Ö




