Vasco Rato erklärt, dass Verhandlungen mit dem Iran vor allem eine Änderung des Verhaltens der Länder erfordern, die dem Iran nahestehen. Diese Position ergibt sich aus einer Analyse der internationalen Beziehungen und der Art und Weise, wie die Vereinigten Staaten und andere westliche Länder die iranische Frage angegangen sind.
Laut Vasco Rato ist das eigentliche Ziel der Sekundärsanktionen nicht nur, den Iran direkt zu bestrafen, sondern das Verhalten von Drittstaaten zu verändern, die Beziehungen zu Tehran unterhalten. Durch diese Sanktionen wird versucht, eine schrittweise Isolation des Landes in der internationalen Szene zu erreichen.
Die Sekundärsanktionen wirken als Druckmechanismus auf Nationen, die ansonsten weiterhin Geschäfte mit dem Iran machen oder mit ihm kooperieren könnten. Indem sie wirtschaftliche Konsequenzen für jedes Land androhen, das mit Tehran verhandelt, versuchen die Vereinigten Staaten, einen Positionswechsel seitens der Verbündeten und Handelspartner des Iran zu erzwingen.
Dieser Ansatz spiegelt eine breitere Strategie der Diplomatie wider, die nicht nur die iranische Regierung, sondern das gesamte Beziehungsumfeld anvisiert, das das Land stützt. Vasco Rato deutet an, dass ohne eine koordinierte Änderung seitens der Länder der Region jede Verhandlungsbemühung mit dem Iran Schwierigkeiten haben wird, erfolgreich zu sein.




