Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez machte Israel, Russland und die „internationale Rechte" für die Migrationskrise in Ceuta verantwortlich. Die Erklärungen wurden heute abgegeben, an dem Tag, an dem Tausende von Migranten versuchten, über die Landgrenzen mit Marokko in das spanische Enklavegebiet zu gelangen. Ceuta, ein spanisches Territorium in Nordafrika, hat in den letzten Stunden einen beispiellosen Migrationsdruck erlebt, wobei Hunderte von Menschen versuchten, die Grenzbarrieren zu überqueren. Das Phänomen fällt mit einem diplomatischen Bruch zwischen Marokko und Spanien zusammen, der Rabat dazu veranlasste, die Kontrollen an seiner Südgrenze zu lockern und vielen Migranten zu erlauben, sich in Richtung des spanischen Territoriums zu bewegen.
Der israelische Außenminister Yair Lapid reagierte direkt auf die Anschuldigungen von Sánchez und beschuldigte den spanischen Regierungschef, „zu lügen". Lapid reagierte über die sozialen Medien und wies jede Beteiligung Israels an der Migrationskrise, die Ceuta betrifft, zurück. Der Austausch von Anschuldigungen zwischen den beiden Ländern erfolgt in einem Moment erhöhter politischer und diplomatischer Spannungen. Sánchez legte nicht dar, welche Art von israelischer oder russischer Beteiligung der Situation in Ceuta zugrunde liegen würde.
Die Krise in Ceuta hat die Schwachstellen der europäischen Migrationspolitik und die zugrunde liegenden geopolitischen Spannungen offengelegt. Der spanische Ministerpräsident versuchte, die Verantwortung auf externe Akteure abzuwälzen, und identifizierte Israel, Russland und die Rechte als potenzielle Verantwortliche für die Situation. Die Reaktion Israels war sofort und kategorisch, wobei Lapid jede Beteiligung kategorisch bestritt und Sánchez beschuldigte, sein Land zu verleumden. Die Situation bleibt angespannt, wobei die spanischen Behörden versuchen, den Migrationsstrom in der Enklave zu bewältigen.



