Portugal sollte Entschädigungszahlungen für die Sklaverei in Betracht ziehen, gemäß einer neuen Orientierung, die vom UN-Ausschuss für die Beseitigung der rassischen Diskriminierung (CERD) angenommen wurde. Der Ausschuss hat ein Dokument verabschiedet, das allgemeine Orientierungen zur Entschädigung für rassische Diskriminierung festlegt und Länder umfasst, die am Sklavenhandel beteiligt waren, darunter auch Portugal.
Die Orientierung des CERD empfiehlt, dass die Staten die historischen und zeitgenössischen Auswirkungen der Sklaverei und des Sklavenhandels anerkennen und angemessene Entschädigungsmaßnahmen ergreifen. Der Ausschuss betont, dass strukturelle rassische Diskriminierung tiefe historische Wurzeln hat und dass dieses Erbe konkret angegangen werden muss.
Portugal steht damit vor der Aufgabe, über diese Frage nachzudenken, in einem Kontext, in dem die internationale Debatte über die Rolle der Kolonialmächte und die langfristigen Auswirkungen der Sklaverei auf die heutigen Gesellschaften zunimmt. Die Orientierung des CERD ist nicht rechtlich bindend, stellt aber eine politische und moralische Position der Vereinten Nationen zu diesem Thema dar.
Die Debatte über Entschädigungen gewinnt in verschiedenen Ländern




