Primitive Meteoriten, die in der Antarktis gefunden wurden, konservieren Spuren eines alten Magnetfeldes, das dazu beigetragen haben könnte, die Gas- und Staubwolke zu transformieren, aus der das Sonnensystem entstand. Eine neue Untersuchung des Massachusetts Institute of Technology (MIT), die in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, fand Hinweise darauf, dass der Magnetismus eine viel wichtigere Rolle bei der Entstehung des Sonnensystems gespielt haben könnte als bisher angenommen.
Vor etwa 4600 Millionen Jahren war das Sonnensystem nichts anderes als eine riesige Gas- und Staubwolke, die kollabierte. Im Laufe weniger Millionen Jahre wurde diese als Sonnenwolke bekannte Struktur immer flacher, bis sie sich zu einer Materiescheibe entwickelte, in deren Innerem sich letztendlich die Sonne und die Planeten bildeten.
Jahrzehntelang wurde die Gravitation als hauptsächlicher Motor dieser Transformation angesehen. Die neue Studie des MIT liefert jedoch Hinweise darauf, dass ein anderes Phänomen bei diesem Prozess der Entstehung des Sonnensystems von grundlegender Bedeutung gewesen sein könnte.




