Die Allianz führt Gespräche mit den Beratern der The Automobile Association (AA) über eine mögliche Übernahme des britischen Unternehmens, wie aus Informationen der Sky News unter Berufung auf die Insurance Business hervorgeht. Der Deal würde es dem deutschen Versicherer ermöglichen, sein britisches Geschäft um den Pannenhilfebereich und die Mitgliederbasis der AA mit insgesamt 16 Millionen Personen zu erweitern, sowie um einen der größten Kfz- und Wohngebäudeversicherungsvermittler Großbritanniens. Die Allianz kontrolliert bereits die LV= General Insurance, die zweitgrößte Nicht-Lebensversicherung des britischen Marktes.
Parallel dazu prüft auch der RAC (Royal Automobile Club), ein weiterer großer britischer Pannenhilfebetreiber mit rund 15,5 Millionen Mitgliedern, einen Börsengang. Der RAC bietet Pannenhilfe, Fahrzeugbergung und Auto-bezogene Dienstleistungen an, zusätzlich zu seinen Versicherungs- und anderen Mobilitätsdienstleistungen.
Der RAC wurde 1897 gegründet und wurde 1999 in ein Unternehmen umgewandelt, das derzeit drei Finanzinvestoren gehört: die CVC Capital Partners, ein europäischer Private-Equity-Fonds, der GIC, ein singapurischer Staatsfonds, und die Silver Lake, ein auf Technologie und Wachstumsunternehmen spezialisierter Private-Equity-Fonds. Die Zeitung berichtet, dass der von den Aktionären als Referenzwert für einen möglichen Börsengang in London angesetzte Wert bei 5 Milliarden Pfund (5,8 Milliarden Euro) liegt, wobei der Prozess auf Ende 2026 verschoben wurde.
Die AA, gegründet 1905 und ebenfalls 1999 in ein Unternehmen umgewandelt, wird ebenfalls mit 5 Milliarden Pfund bewertet, was der von Sky News und Reuters genannte Wert für eine mögliche Übernahme durch die Allianz ist. Der Deal befindet sich noch in der Gesprächsphase, und es gibt noch keine Vereinbarung zwischen dem deutschen Versicherer und den AA-Aktionären, zu denen seit 2021 die TowerBrook Capital Partners, die Warburg Pincus und die Stonepeak gehören.




