Einen Monat nach den Ereignissen in Ceuta erzählt Morad, ein junger Mann aus dem Maghreb, seine Geschichte. Während seines Versuchs, nach Ceuta hinüberzuschwimmen, sah er fünf tote Männer im Meer, die bereits leblos waren, bevor sie überhaupt mit der Überquerung begonnen hatten. Dieses traumatische Erlebnis hat den jungen Mann zutiefst geprägt, der beschloss, nicht wieder ohne Papiere einzuwandern.
Trotz des Traumas hält Morad an seinem Traum fest, eines Tages in einem Land mit besseren Beschäftigungsmöglichkeiten, weniger Nepotismus und weniger Korruption zu arbeiten. Doch angesichts der Risiken entschied er sich, diese Pläne aufzuschieben.
Derzeit widmet sich der junge Mann dem Abschluss seines Studiums und der Arbeit auf dem Land seines Großvaters, wo er Aussaaten vornimmt. Dieses ruhigere Leben erlaubt es ihm, das Erlebte zu verarbeiten und über die Zukunft nachzudenken, ohne sein eigenes Leben zu riskieren.



