Eine vom Multidisziplinären Institut für Altern (MIA-Portugal) der Universität Coimbra geleitete Forschung hat entdeckt, dass Lymphgefäße eine funktionelle und aktive Komponente des skelettalen Mikromilieus sind, die positiv zur Erhaltung der Knochenmasse und zu den Reparatur- und Regenerationsprozessen des Knochens beitragen. Die Entdeckung hat tiefgreifende Auswirkungen auf die regenerative Medizin und die muskuloskelettale Gesundheit.
Die Forscher nutzten fortschrittliche Techniken, um Knochengewebe von Menschen und Nagetieren zu untersuchen, darunter räumliche Transkriptomik, Einzelzell-RNA-Sequenzierung und hochauflösende Bildgebung. Anjali Kusumbe, Forscherin am MIA-Portugal, die die Studie leitete, erklärte, dass die Forschung Belege dafür liefert, dass Lymphgefäße ein integraler Bestandteil des Knochengewebes und wichtige Regulatoren der Skelettbiologie sind.
Der Forscherin zufolge könnte diese Entdeckung den Weg für innovative neue Behandlungen ebnen, die sowohl das Lymphsystem als auch das Blutgefäßsystem nutzen, um die Knochenbruchheilung zu beschleunigen, chronische Knochenentzündungen zu reduzieren und ein gesünderes Altern des Skeletts zu fördern. Die Studie unterstreicht auch die Notwendigkeit, aktuelle Modelle der skelettalen Gefäßversorgung zu überarbeiten und zu verbessern.
Diese Forschung wurde durch Mittel der Europäischen Kommission unterstützt und hat das Potenzial, die Lebensqualität alternder Bevölkerungen erheblich zu verbessern.




