Der spanische Premierminister Pedro Sánchez hat am Montag die marokkanische Regierung von der irregulären Einreise von etwa 70.000 Migranten in die autonome Stadt Ceuta im vergangenen Monat entlastet. In einem Interview mit dem spanischen Sender Cadena Ser erklärte Sánchez, dass weder die Sicherheitskräfte des spanischen Staates noch der Nationale Geheimdienst Informationen vorliegen hätten, die irgendwelche Fragen über die Beteiligung der marokkanischen Regierung aufwerfen würden. Das Massenmigrationsereignis erzeugte Reibungen zwischen den beiden Ländern und löste innen- und außenpolitische Krisen für die Behörden in Madrid aus.
Der Premierminister beschuldigte die von der "internationalen extremen Rechten" verbreitete und verstärkte Desinformation für das Migrationsphänomen. Sánchez erklärte, dass etwa 5.000 Menschen noch im Hoheitsgebiet des nordafrikanischen Gebiets, auf Ceuta bezogen, verbleiben.
Parallel dazu hat Italien die Aussetzung der Normen des Schengen-Raums, der den freien Personenverkehr zwischen den EU-Mitgliedsländern gewährleistet, in Bezug auf Spanien um 15 Tage verlängert. Das europäische Land wandte diese Maßnahme an, und Spanien reagierte mit einer Maßnahme der Gegenseitigkeit.




