Die Pflegekammer warnte heute vor der dringenden Notwendigkeit einer Intervention der Gesundheitsministerin im Genehmigungsprozess für die Einstellung von Pflegekräften durch die Lokalen Gesundheitseinheiten (ULS) und betonte, dass das Land mehr als 3.000 neue Fachkräfte verschwendet. Zur Debatte stehen die Organisationsentwicklungspläne für 2026, die die Personalressourcen definieren, die den ULS zur Verfügung stehen können, und die in diesem Jahr noch nicht genehmigt wurden.
Der Präsident der Pflegekammer, Luís Filipe Barreira, hielt es für "unverständlich", dass eine beträchtliche Anzahl von Überstunden bezahlt wird, anstatt diese Mittel in neue Einstellungen umzuwandeln. Er warnte auch, dass junge Pflegekräfte Alternativen im privaten Sektor und in ausländischen Ländern suchen, wo die Gehälter zwei- bis dreimal höher sein können als in Portugal, und der SNS riskiere, eine neue Generation von Fachkräften zu verlieren.
Die Geschäftsführende Direktion des SNS antwortete, dass der Vertragsabschlussprozess für 2026 im Gange sei und die erforderlichen technischen und koordinatorischen Verfahren entwickelt würden. Der Präsident der Kammer war jedoch der Ansicht, dass die DE-SNS eine "große Verantwortung" trägt und den Prozess dringend entsperren muss, und betonte, dass der Globale Referenzrahmen noch nicht genehmigt wurde, was die Genehmigung der Organisationsentwicklungspläne verhindert.
Luís Filipe Barreira teilte mit, dass Lissabon und Vale do Tejo, das Alentejo und die Algarve die Regionen mit dem größten Pflegekräftemangel sind, warnte jedoch, dass auch andere Regionen wie die ULS Gaia/Espinho und die ULS Oeste mit schwerwiegenden strukturellen Problemen konfrontiert sind, mit Bettenschließungen und verringerter Versorgungsleistung aufgrund fehlender stabiler Einstellungen.




