Der spanische Premierminister Pedro Sánchez erklärte, es gebe keine Beweise dafür, dass die marokkanische Regierung hinter dem Massenansturm von Migranten in der spanischen Exklave Ceuta im vergangenen Monat stecke. Etwa 70.000 Menschen versuchten, nach Ceuta zu gelangen, was eine große politische und humanitäre Krise in Europa und der Region auslöste, mit ungefähr 141 registrierten Todesfällen.
Obwohl die große Mehrheit der Migranten bereits vor Wochen nach Marokko zurückgekehrt ist, befinden sich noch immer Hunderte von Menschen, darunter Minderjährige, auf den Straßen von Ceuta, was Spannungen mit der örtlichen Bevölkerung hervorgerufen hat.
Sánchez sagte am Montag dem Sender Cadena Ser, dass es von keiner Geheimdienstbehörde Informationen gebe, die Zweifel an der Beteiligung der marokkanischen Behörden aufwerfen. Es hatte Spekulationen gegeben, dass Rabat den Massenansturm als Demonstration seines Unmuts über die Annäherung Spaniens an Algerien inszeniert haben könnte, doch Sánchez erklärte, es gebe nichts, was auf eine solche Beteiligung hindeute.




