Die Zahl der Toten infolge der Überschwemmungen an der Grenze zwischen Nepal und Tibet ist nach der neuesten Aktualisierung der Nationalen Behörde für Katastrophenrisikominderung und -management auf 903 gestiegen. Mehr als 4.000 Menschen werden vermisst, darunter fast 600 ausländische Staatsbürger. Die Katastrophe begann letzten Mittwoch, dem 26., nach dem Zusammenbruch eines Gletschers, der eine große Menge an Eis, Felsen, Schlamm und Geröll in die Himalaya-Flüsse schleuderte.
Die Flutwelle zerstörte Städte, Straßen, Brücken und Wasserkraftwerke, hauptsächlich in der Nähe der Grenze zu China. Nepal gibt an, die allgemeinen Such- und Rettungseinsätze eigenständig durchführen zu können, hat jedoch spezialisierte internationale Hilfe zur Bewältigung der Situation angefordert.
Die nepalesische Regierung schätzt, dass vier bis fünf Milliarden Dollar für den Wiederaufbau der betroffenen Regionen benötigt werden. Mehr als 20.000 Sicherheitskräfte wurden für die Rettungseinsätze mobilisiert.
