Der Verfasser kritisiert junge Verbandsführer, insbesondere der Nationalen Medizinstudentenvereinigung, die sich gegen die Eröffnung neuer Studiengänge, die Gründung privater Fakultäten und die Erhöhung von Studienplätzen aussprechen. Der Autor ist der Ansicht, dass diese Studierenden anstelle der Trotzigkeit und Offenheit der Jugend Privilegien und Markteintrittsbarrieren mit technischen Argumenten verteidigen, die die Angst vor dem Verlust von Exklusivität und Wettbewerb verbergen.
Der Text greift auf wirtschaftliche Konzepte zurück, um das Phänomen zu erklären. George Stigler formalisierte die Theorie der regulatorischen Vereinnahmung und zeigte, wie Organisationen, die das öffentliche Interesse verteidigen sollten, von denen vereinnahmt werden, die sie regulieren sollen. Gordon Tullock und Anne Krueger konzeptualisierten Rent-Seeking, den Einsatz politischen Kapitals zur Extraktion wirtschaftlicher Renten durch Angebotsbeschränkung, anstatt Wert zu schaffen.
Die Folgen dieser künstlichen Begrenzung sind laut dem Autor schwerwiegend. In Portugal haben mehr als 1,6 Millionen Menschen keinen Hausarzt, es gibt endlose Wartelisten, geschlossene Notaufnahmen und steigende Kosten im privaten Sektor. Der Autor argumentiert, dass Qualität nicht aus geschlossenen Türen entsteht, sondern aus offenem Wettbewerb, bei dem die Besten sich durch Verdienst auszeichnen.
Der Verfasser unterscheidet jedoch diese Verbandsstimmen von der Mehrheit der jungen Portugiesen und weist darauf hin, dass viele gewählte Verbände Beteiligungen von weniger als 10% haben und drei Viertel der Studierenden nicht wählen. Er kommt zu dem Schluss, dass die junge Generation studieren, arbeiten, konkurrieren und vorankommen will, ohne Verbandsstrukturen zu benötigen, die neue Barrieren errichten, und appelliert an den Mut, auf dem offenen Markt zu konkurrieren.




