Die Isländer lehnten die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen ab, wobei 52,8 % mit „Nein" und 47,2 % mit „Ja" stimmten. Die endgültigen Ergebnisse wurden am Sonntag nach Auszählung aller Stimmzettel bekannt gegeben, mit 118.040 Gegenstimmen und 105.339 Ja-Stimmen. Die linkszentristische Regierung von Ministerpräsidentin Kristrún Frostadóttir kündigte an, das konsultative Ergebnis zu respektieren.
Island reichte seinen Beitrittsantrag im Anschluss an die globale Finanzkrise von 2008 ein, die zum Zusammenbruch des Bankensektors des Landes führte. Nach Jahren blockierter Verhandlungen über die Fischerei schickte Reykjavik 2015 ein Schreiben nach Brüssel, in dem es mitteilte, dass es nicht mehr beizutreten beabsichtige. Die islandische Wirtschaft erholte sich robust und die öffentliche Unterstützung für einen EU-Beitritt ließ nach.
Das Referendum war ursprünglich für 2027 geplant, wurde jedoch aufgrund wirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen vorgezogen, insbesondere der Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, Grönland mit Gewalt zu übernehmen. Das Nachbargebiet erlangte in einer Zeit strateg




