Alvinho, wie Adriano Álvaro Melo genannt wird, wurde im April dieses Jahres 10 Jahre alt in einer Übergangseinrichtung in Cabo Frio in der Região dos Lagos. Diese Art von Einrichtung betreut vorübergehend Menschen, die sich in einer Obdachlosensituation, in Verlassenheit oder sozialer Vulnerabilität befinden. Der Junge wurde im Complexo do Alemão geboren und lebte in einer Wohnung in Itaboraí in der Metropolregion Rio, aber lebt derzeit mit seiner Mutter Priscila, 42 Jahre alt, ohne feste Unterkunft.
Seit sie die Wohnung in Itaboraí verlassen haben, waren Mutter und Sohn in zwei Unterkünften in Rio de Janeiro: eine auf der Ilha do Governador und eine weitere, jüngere im Grajaú, beide in der Nordzone der Hauptstadt. Jetzt befinden sie sich in der Einrichtung in Cabo Frio, wo sie Alvinhos 10. Geburtstag ohne die Anwesenheit von Freunden und Verwandten gefeiert haben.
Trotz der vulnerablen Situation wird Alvinho als Junge mit hoher Begabung beschrieben, der bereits ein Computerspiel entwickelt hat, selbstständig Englisch gelernt hat, an Schach- und Robotik-Wettbewerben teilgenommen hat und einen Kurs an der Harvard-Universität absolviert hat. Die Mutter Priscila ist während dieser schwierigen Phase für die Betreuung ihres Sohnes verantwortlich.
Der Junge blickt in die Zukunft und hat seinen Traum offenbart: in Europa studieren und ein großer Roboterbauer werden. Seine Geschichte veranschaulicht den Kontrast zwischen seinen außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten und den Schwierigkeiten, mit denen die Familie in Bezug auf eine stabile Unterkunft konfrontiert ist.




