Etwa dreitausend neue Krankenschwestern und Krankenpfleger stehen kurz vor dem Eintritt in den Arbeitsmarkt in Portugal, aber die Einrichtungen des Nationalen Gesundheitsdienstes können keine stabilen Verträge abschließen, da die Genehmigung der organisatorischen Entwicklungspläne für 2026 verzögert wird. Diese Situation zwingt viele dieser Fachkräfte dazu, Alternativen im privaten Sektor oder im Ausland zu suchen, wo die Gehälter zwei- bis dreimal so hoch sein können wie in Portugal.
Die Ordensgemeinschaft der Krankenschwestern und Krankenpfleger, vertreten durch den Obersten Rat Luís Filipe Barreira, klassifiziert die Situation als „Verschwendung" und wirft dem SNS vor, Krankenschwestern und Krankenpfleger zur Auswanderung zu drängen. Die fehlende Genehmigung der PDO verhindert, dass die Geschäftsführende Direktion des SNS neue unbefristete Einstellungen genehmigt, was die Einrichtungen auf Verträge von sechs Monaten beschränkt, die möglicherweise nicht verlängert werden.
Nach Schätzungen der Ordensgemeinschaft fehlen etwa 14.000 Krankenschwestern und Krankenpfleger in den Krankenhäusern und Gesundheitszentren im ganzen Land, was die Gesundheitseinrichtungen „in Gefahr des Zusammenbruchs" bringt. Die Geschäftsführende Direktion des SNS versichert, dass der Vertragsprozess für 2026 im Gange ist, legt aber nicht klar, wann er abgeschlossen wird, noch ob bereits Einstellungsanträge genehmigt wurden.
Die Verzögerung wiederholt die Situation von 2025, als die Pläne erst im Dezember genehmigt wurden, was erneut die Einstellungskapazität der Gesundheitseinrichtungen einschränkt. Die Ordensgemeinschaft der Krankenschwestern und Krankenpfleger warnte im Mai, dass der Mangel an Fachkräften das Gesundheitssystem in Gefahr des Zusammenbruchs bringt.




