Ohne Sendezeit in der kostenlosen Wahlwerbung im Fernsehen und Radio setzen die Präsidentschaftskandidaten Romeu Zema (Novo) und Renan Santos (Missão) auf soziale Netzwerke, um diese Abwesenheit in der Kampagne wettzumachen. Beide versuchen, Projekte für den Bereich der öffentlichen Sicherheit zu präsentieren und Rivalen über digitale Kanäle anzugreifen – eine Strategie, die darauf abzielt, die Auswirkungen des Mangels an Sichtbarkeit in den traditionellen Medien der Wahlkampfkommunikation abzumildern.
Ronaldo Caiado (PSD) und Augusto Cury (Avante), die jeweils 2 Minuten und 2 Sekunden bzw. 35 Sekunden in der kostenlosen Sendezeit haben, nutzen diesen Raum für eine Rhetorik der Konfrontation mit der Polarisierung zwischen dem Petismus und dem Bolsonarismus und unterscheiden sich damit von den Kandidaten, die ausschließlich auf das digitale Umfeld angewiesen sind.
Renan Santos nutzt die Wirtschaft und die Lebensmittelpreise als Argument, um sowohl Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) als auch den Kandidaten Flávio Bolsonaro (PL) zu schwächen, wobei er auf die Regierung des Vaters, Eduardo Bolsonaro, anspielt. Diese Strategie des Kreuzangriffs zielt darauf ab, beide Seiten des Wahlkampfs zu schwächen, ohne sich explizit an eine der beiden dominanten politischen Strömungen anzuschließen.




