Die kostenlose Ausstellung "Jobim-açu" wird auf dem Praça Santos Dumont in der Gávea, in der Südzone von Rio de Janeiro, an diesem Dienstag (1.) eröffnet und feiert das hundertjährige Jubiläum von Tom Jobim (1927-1994). Die itinerante immersive Ausstellung hat die Kuratierung des Journalisten Hugo Sukman und der Filmemacherin Daniela Thomas und erforscht die Beziehung des Künstlers zur Mata Atlântica, die als Inspirationsquelle für mehrere seiner Werke diente.
Der Titel der Ausstellung steht in direktem Dialog mit dem Lied "Querelas do Brasil", komponiert von Aldir Blanc und Maurício Tapajós. In dem Lied verbindet Aldir den Nachnamen des Komponisten mit dem Tupi-Suffix "açu", das "groß" bedeutet, und schafft damit einen direkten Verweis auf die Größe von Tom Jobim in der brasilianischen Musikszene.
Das gefeierte Lied in der Ausstellung ehrt nicht nur die brasilianische Natur, sondern prangert auch ihre Zerstörung an. Das Werk positioniert Tom Jobim als einen der großen Interpreten der Brasilianität, als jemanden, der die Fauna, die Flora, die Gewässer und die Landschaften Brasiliens in musikalische Sprache verwandelte und seine Rolle in der nationalen Kultur konsolidierte.




