Die Kirche der Misericordia von Tavira gehört zu den 49 auserwählten Kulturstätten für die nationale Halbfinalrunde der Neuen 7 Wunder Portugals, die am 5. September in Sintra stattfindet. Die Abstimmung für diese Phase begann am Samstag, den 29. August, und die Stimmen können über die Telefonnummer 761 207 095 mit einem Preis von einem Euro plus MwSt. pro Anruf oder über die TVI-App abgegeben werden, die auch die Teilnahme aus dem Ausland ermöglicht. In der Halbfinal-Gala werden drei Kulturstätten pro Kategorie ausgewählt, insgesamt 21, die ins nationale Finale weiterkommen, das am 12. September ebenfalls in Sintra stattfindet.
Die 1541 in Auftrag gegebene Kirche der Misericordia gilt als eines der bedeutendsten Beispiele renaissancezeitlicher Architektur im Algarve, wobei die Arbeiten dem Meister André Pillarte anvertraut wurden. Das Innere vereint Elemente verschiedener Epochen der portugiesischen Kunst, darunter das renaissancezeitliche Portal mit der Madonna der Misericordia, baroque Altarretabel, das Hochaltarretabel von 1722, Gemälde der Nossa Senhora da Conceição und Fliesenbilder von 1760, die den vierzehn Werken der Barmherzigkeit gewidmet sind. Nach dem Erdbeben von 1755 übernahm das Gebäude die Funktionen einer Pfarrkirche und festigte damit die Verbindung zur Bevölkerung.
Die Santa Casa da Misericordia von Tavira sieht in dieser Teilnahme eine Anerkennung der Bedeutung eines fast fünf Jahrhunderte alten Monuments und der geleisteten Arbeit zu dessen Erhaltung und Aufwertung. Die Institution beabsichtigt, erneut Bürger, Institutionen und Unterstützer zu mobilisieren, um einen Platz unter den 21 Finalisten-Kulturstätten zu sichern. Eine Fangruppe der Kirche der Misericordia wird in Sintra anwesend sein, um die Kandidatur zu unterstützen.
Derzeit wird das Kulturerbe durch das Museum, das historische Archiv, Ausstellungen, Führungen, Bildungsprojekte und kulturelle Programme aufgewertet. Die Kirche behält ihre religiöse Dimension und die Verbindung zu den lokalen Traditionen, insbesondere durch die Prozession der Grablegung des Herrn am Karfreitag, und integriert auch Fado-Sitzungen in ihr kulturelles Programm.




