Der Bravo-Bericht schlägt eine Reform des Rentensystems auf der Grundlage individueller Konten vor, legt jedoch keine Simulationen der tatsächlichen Auswirkungen auf die zukünftigen Renten vor. Die niedrigeren Renten verlieren ihren gesetzlichen Schutz und werden anfällig für politische Zyklen und Wirtschaftskrisen, wobei es keine Mindestgarantien für Arbeitnehmer mehr gibt.
Die Anmeldung zu privaten Rentenplänen wird als "freiwillig" dargestellt, bringt jedoch erhebliche Belastungen für den Arbeitnehmer mit sich. Dieser hat nur einen Monat Zeit, um die Mitgliedschaft abzulehnen, unterliegt obligatorischen periodischen Wiedereinschreibungen und erhält keine Rückerstattung, falls er seine Beiträge aussetzt.
Der Bericht schlägt vor, dass der Staat die neuen privaten Rentenpläne finanziert und öffentliche Mittel in den Finanzsektor überführt. Das Eigenheim wird ebenfalls als Sicherheit mobilisiert, um ein System zu finanzieren, bei dem Versicherungen, Banken und Investmentfonds die Hauptbegünstigten sind.



