Portugal empfängt eine wachsende Zahl von Einwanderern, kann aber gleichzeitig die Portugiesen nicht zurückholen, die in andere Länder ausgewandert sind. Dieser Widerspruch prägt die zeitgenössische portugiesische Migrationslandschaft.
Im Distrikt Portalegre, dem am dünnsten besiedelten des Landes, kreuzen sich die beiden Realitäten täglich. Einwanderer und Versuche der Rückkehr von ausgewanderten Portugiesen koexistieren in demselben Territorium.
Diese Koexistenz manifestiert sich in verschiedenen Dimensionen des lokalen Lebens: in der Arbeitswelt, auf dem Wohnungsmarkt und sogar in den sozialen Beziehungen am Esstisch. Portalegre wird so zu einem symbolischen Beispiel für die Spannungen und Chancen, die durch diese entgegengesetzten Migrationsströme geschaffen werden.




