Der Präsidentschaftskandidat Flavio Bolsonaro (PL) traf sich am Sonntag (30.) mit dem Minister für Justiz und öffentliche Sicherheit von El Salvador, Gustavo Villatoro, um Ideen zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens zu besprechen. Während des Treffens erklärte Bolsonaro, dass er sich am salvadorianischen Modell orientieren wolle, vor allem bei der Erweiterung von Gefängnissen und der Verschärfung der brasilianischen Strafgesetzgebung.
Der Kandidat vertrat die Ansicht, dass Brasilien mehr Menschen inhaftieren sollte als derzeit. Laut Daten des Nationalen Sekretariats für Strafpolitik (Senappen) betrug die Häftlingspopulation in Brasilien Ende 2025 964.074 Inhaftierte, eine Zahl, die 6% höher lag als 2024.
Bolsonaro kritisierte die brasilianische Gesetzgebung und erklärte, dass es "wenig Inhaftierte in Brasilien" gebe und dass es mehr Inhaftierungen geben sollte. Er machte das, was er als "laxe Gesetzgebung" bezeichnete, für die aktuelle Situation verantwortlich und kündigte Pläne an, weitere eine halbe Million Haftplätze im Land zu schaffen.
Unter den vorgestellten Vorschlägen vertrat der Kandidat der PL die Ansicht, dass Handydiebe eine Mindeststrafe von acht Jahren Haft verbüßen sollten, und argumentierte, dass die Straftäter inhaftiert bleiben und nicht nur vorübergehend festgenommen werden sollten.




