Afrika war über Millionen von Jahren Schauplatz einer außergewöhnlichen Vielfalt an großen Pflanzenfressern, darunter Elefanten, Flusspferde, Nashörner und zahlreiche heute ausgestorbene Verwandte, die die Landschaften des Kontinents geprägt haben. Diese Vielfalt hat jedoch stetig abgenommen, und die heutigen großen Pflanzenfresser wie Elefanten und Flusspferde sind Überlebende einer evolutionären Linie, die im Laufe der Zeit an Vielfalt verloren hat.
Eine neue, in der Zeitschrift Nature veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass die Erklärung für diesen Verlust an Vielfalt nicht, wie bisher angenommen, in einer größeren Anfälligkeit für das Aussterben liegt. Stattdessen entdeckten die Forscher, dass das Problem in einer viel stilleren Schwierigkeit besteht: der Unfähigkeit, neue Arten im gleichen Tempo zu erzeugen wie kleinere Tiere.
Der Studie zufolge, die eine evolutionäre Geschichte von 23 Millionen Jahren nachzeichnet, stehen die großen afrikanischen Pflanzenfresser vor einer grundlegenden Einschränkung im Prozess der Artbildung. Diese Unfähigkeit, sich anzupassen und neue Arten in dem notwendigen Tempo zu erzeugen, hat wahrscheinlich zum allmählichen Rückgang ihrer Vielfalt im Laufe der geologischen Zeit beigetragen.
