Die Zahl der Toten in Nepal und Tibet infolge der katastrophalen Überschwemmungen der vergangenen Woche ist an diesem Sonntag auf 750 gestiegen. Mehr als dreitausend Menschen werden vermisst. Das Rote Kreuz schätzt, dass mehr als 90.000 Menschen von der Katastrophe betroffen sind.
Die Rettungsteams haben sich in höhere Gebiete begeben, da die Regenfälle den Wasserstand der Flüsse ansteigen lassen. Die Rettungseinsätze wurden seit Freitag aufgrund des schlechten Wetters mehrfach ausgesetzt.
Die Behörden sind auch besorgt über die Möglichkeit neuer Überschwemmungen, die durch das Überlaufen eines Sees an der Grenze zwischen Nepal und China verursacht werden könnten. Der See entstand nach einem Erdrutsch, der durch den Einsturz eines Gletschers am Mittwoch ausgelöst wurde, und ist bereits dabei, in nepalesische Flüsse überzulaufen.
China führt die Katastrophe auf die Auswirkungen des Klimawandels zurück. Der chinesische Außenminister Wang Yi sagte in einem Telefonat mit dem nepalesischen Außenminister am Samstag, dass der Erdrutsch durch den Einsturz eines Gletschers verursacht wurde.




