Der Artikel analysiert die Darstellung von Mariana Ximenes in der Vorabendserie „Quem ama cuida", die in der Hauptsendezeit ausgestrahlt wird. Die Kritik konzentriert sich auf eine bestimmte Szene, in der ihre Figur Dora durch die Presse erfährt, dass ihr Ehemann ein Raubtier und Belästiger ist. Die Szene spielt in einem vollen Restaurant, und die Vorabendserie gewährt der Figur keine Dialogzeilen, um ihre Verzweiflung auszudrücken.
Mariana Ximenes bewältigt die gesamte emotionale Belastung der Szene ausschließlich durch körperliche Mittel: die zögernde Hand über dem Glas, das erstarrte Kinn und der falsche Schluck. Die Stimme bleibt zurückhaltend, und genau diese Zurückhaltung lässt den Körper schreien. Der Artikel betont, dass kein Close-up einen Schauspieler in dieser Situation retten kann, und dass Mariana diese Fähigkeit schon lange besitzt.
Die Figur Dora hatte alles, um nebensächlich in der Handlung zu sein. Sie ist die Ehefrau eines der Bösewichte und dient als Maßstab, um das Ausmaß des Schadens zu messen, den andere Figuren anrichten. Es wäre eine Rolle, die normalerweise nur zwei starke Szenen und ein schönes Kleid abwerfen würde.
Mariana Ximenes ist es gewohnt, im Mittelpunkt der Handlungen zu stehen, sie war sowohl Heldin als auch Bösewichtin in verschiedenen Vorabendserien und kennt das Gewicht, eine Geschichte in der Hauptsendezeit zu tragen. Dora zu übernehmen bedeutete theoretisch, den Rand der Erzählung zu akzeptieren. Der Artikel kommt jedoch zu dem Schluss, dass es für eine gute Schauspielerin keine Nebenrolle gibt.




