Die Amtsenthebung von Dilma Rousseff wurde am 31. August 2016 abgeschlossen, vor genau einem Jahrzehnt. Der Prozess war für die PT traumatisch, die zu dieser Zeit auch mit den Ermittlungen der Operation Lava-Jato konfrontiert war. Zehn Abgeordnete oder Senatoren, die für die Amtsenthebung der Präsidentin gestimmt haben, bilden heute Mehrheitskoalitionen, die vom Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva in den Bundesstaaten unterstützt werden, mit dem Ziel, Landesregierungen oder Sitze im Senat zu gewinnen.
Diese Politiker stehen an der Seite des PT-Mannes in dem Versuch, bei den Wahlen in diesem Jahr elektive Ämter zu erreichen. Seitdem hat sich die politische Landschaft Brasiliens radikal verändert: Lula wurde verhaftet, die PT verlor 2018 die Wahl an Jair Bolsonaro, und die Partei schaffte vor vier Jahren das Comeback, als Lula erneut zum Präsidenten gewählt wurde.
Mit seiner Rückkehr in den Palácio do Planalto hat Lula Verbündete zurückgewonnen, die er verloren hatte, und neue politische Partner angezogen. Die Veränderungen in der brasilianischen Politik seit der Amtsenthebung haben dazu geführt, dass ehemalige Gegner nun in die Koalitionen integriert wurden, die seine Kandidatur unterstützen.




