Domingos Simões Pereira, der Führer der Afrikanischen Unabhängigkeitspartei Guineas und Kap Verdes (PAIGC), war inhaftiert und ist der Meinung, dass das Schlimmste an der Haft „die Leere zu bewältigen" war. So beschrieb er das Gefühl von Einsamkeit und Ungewissheit während seiner Haftzeit.
Der guinea-bissauische Politiker hat kürzlich ein Buch in Lissabon veröffentlicht, in dem er die Neugestaltung des Staates in Guinea-Bissau vorschlägt. Das Werk präsentiert seine Überlegungen und politischen Vorschläge für das Land und setzt sich für eine tiefgreifende Umstrukturierung der Institutionen und des Regierungs systems ein.
Bezüglich seiner Haftentlassung erklärte Domingos Simões Pereira außerdem, dass er immer noch nicht weiß, „unter welchen Bedingungen" sie von Portugal ausgehandelt wurde. Diese Aussage deutet darauf hin, dass der Freilassungsprozess diplomatische Kontakte oder Verhandlungen zwischen portugiesischen und guinea-bissauischen Behörden beinhaltete, deren Einzelheiten für den Betroffenen unbekannt bleiben.
Die Buchvorstellung in Lissabon zeigt, dass der Führer der PAIGC weiterhin eine aktive Rolle in der politischen Landschaft spielt und aus dem Ausland Einfluss auf die Zukunft Guineas-Bissaus nehmen möchte, indem er seine Ideen für den Wiederaufbau des Staates präsentiert.




