Die Interimspräsidentin von Venezuela, Delcy Rodríguez, garantierte am Samstag (29.), dass das Land die Kontrolle über sein Öl nach der neuen Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten behalten wird. In einer Ansprache im staatlichen Fernsehnetz erklärte Rodríguez, dass "eine Sache völlig klar sein muss: Venezuela behält den Besitz und die Souveränität über seine Ressourcen", und widersprach damit direkt den Aussagen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.
Die Erklärung von Rodríguez steht im Gegensatz zur Ankündigung Trumps am Freitag (28.), als er erklärte, die beiden Nationen hätten "die größte Ölvereinbarung der Weltgeschichte" unterzeichnet. Der amerikanische Präsident erklärte, die USA hätten die "Mehrheitskontrolle" über die mehr als 65 Milliarden Barrel venezolanischer Reserven "gesichert", was, seinen Worten zufolge, die Reserven der Vereinigten Staaten verdoppeln würde.
Für Rodríguez zielt die Vereinbarung mit den USA darauf ab, "kalte und träge" unterirdische Ressourcen in eine "Quelle des wirtschaftlichen und sozialen Wohlstands für das Volk Venezuelas" zu verwandeln. Sie erklärte, dass die Vereinbarung 100 Milliarden US-Dollar (519 Milliarden R$) an privaten Investitionen amerikanischer Unternehmen umfasst, mit dem Ziel, die Ölindustrie des Landes wiederzubeleben.




