Venedig ist zum Symbol eines Widerspruchs geworden, der sich durch Europa zieht: Städte, die von Touristen immer stärker frequentiert werden, aber in denen das Leben zunehmend schwieriger wird. Die Altstadt der italienischen Stadt hat in sieben Jahrzehnten etwa 70% ihrer Bewohner verloren, und das Angebot an touristischen Unterkünften übersteigt bereits die ansässige Bevölkerung.
Dieses Phänomen beschränkt sich nicht auf Venedig. Der Massentourismus verändert mehrere europäische Städte und schafft Spannungen zwischen der touristischen Aktivität und dem täglichen Leben der Bewohner. Viele Bewohner werden gezwungen, die historischen Zentren aufgrund des Immobiliendrucks und der Umwandlung von Wohnungen in touristische Räume zu verlassen.
Lissabon befindet sich nicht in der gleichen Situation wie Venedig, steht aber vor ähnlichen Problemen. Die Wohnkosten in der portugiesischen Hauptstadt sind gestiegen, das Angebot an Kurzzeitvermietungen hat zugenommen, und die historischen Viertel stehen unter wachsendem Druck durch den Tourismus.
Der Artikel warnt vor der Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zwischen der touristischen Aufwertung der Städte und der Erhaltung der Lebensbedingungen ihrer Bewohner zu finden, eine Herausforderung, der sich derzeit mehrere europäische Städte stellen.



