Isaltino Morais, Bürgermeister der Gemeinde Oeiras, wird vom Rechnungshof wegen 58 unrechtmäßiger Ernennungen leitender Angestellter vor Gericht gestellt. Der Bürgermeister hat Dutzende leitender Angestellter über den gesetzlich vorgesehenen Zeitraum hinaus in Vertretungspositionen gehalten, ohne die entsprechenden öffentlichen Ausschreibungen durchzuführen.
Der Fall wurde durch eine Prüfung des Rechnungshofs aufgedeckt, deren Ergebnisse im Mai veröffentlicht wurden. Die Prüfung identifizierte 49 kommunale Führungskräfte, die in Vertretungspositionen ernannt worden waren und das gesetzliche Drei-Jahres-Limit erheblich überschritten hatten.
Nach der Prüfung wurde eine Geldstrafe von 2.550 Euro vorgeschlagen, die das Verfahren beendet hätte. Isaltino Morais lehnte es jedoch ab, diesen Betrag zu zahlen, was zur Verhandlung des Falls vor dem Rechnungshof führte.
Das Verfahren beschränkt sich nicht auf die Gemeindegrenzen von Oeiras, sondern handelt es sich um einen Fall von erheblichem Ausmaß, der eine beträchtliche Anzahl von Ernennungen ohne ordnungsgemäße Ausschreibung betrifft.




