Das Buch "O Rio de Fernando Sabino", kürzlich erschienen beim Verlag Autêntica und geschrieben von Teresa Montero, verfolgt die Schritte des Schriftstellers, Journalisten und Verlegers Fernando Sabino (1923-2004) durch die Stadt Rio de Janeiro. Das Werk kartiert die Orte, an denen der Autor aus Minas Gerais sich bewegte, arbeitete und mit seinen Gleichgesinnten verkehrte, und zeigt, wie er die Stadt zu einem Weg voller Begegnungen und Zuneigung machte.
Das Gebäude Elisabeth in der Avenida Nossa Senhora de Copacabana war Sabinos erste Adresse in Rio und sein Eingangstor zum kulturellen Leben der Stadt. Der in Belo Horizonte geborene Schriftsteller zog 1944 in die damalige Bundeshauptstadt, noch jung und nach literarischem Ruhm strebend.
Es dauerte nicht lange, bis Sabino sich Persönlichkeiten näherte, die er bewunderte, und sie in seinem Haus empfing. Wenn der Autor von "O encontro marcado" die Schlüssel seiner Wohnung vom sechsten Stock nach unten warf für die Gäste, konnten Séancen mit Vinicius de Moraes, Besuche von Idolen wie Pablo Neruda und Schlagzeugspielen bis tief in die Nacht hinein stattfinden.
Die Adresse und ihre Geschichten eröffnen die Route des Werks von Teresa Montero, das ein Porträt des Autors in seinen bevorzugten Räumen zeichnet und das intensive kulturelle und soziale Leben offenbart, das Sabino in Rio de Janeiro aufbaute.




