Flavio Bolsonaro, der führende Oppositionskandidat bei den brasilianischen Präsidentschaftswahlen im Oktober, versprach, seinem Vater, Jair Bolsonaro, im Falle seiner Wahl Amnestie zu gewähren. Die Erklärung erfolgte nach dem Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen versuchten Staatsstreichs verurteilt wurde.
Der Kandidat bezeichnete den Prozess als „große Farce" und stellte die Legitimität des Gerichtsverfahrens gegen seinen Vater infrage. Jair Bolsonaro wurde wegen versuchten Staatsstreichs verurteilt, einem Verbrechen im Zusammenhang mit dem Vorwurf, er habe versucht, die Amtseinführung des gewählten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva nach den Wahlen 2022 zu verhindern.
Flavio Bolsonaro positioniert sich als führender Name der Opposition bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober und strebt an, seinem Vater das höchste Amt des Landes zu entreißen. Das Versprechen einer Amnestie wirft Fragen über das Engagement des Kandidaten für den demokratischen Rechtsstaat und die Rolle der Justizinstitutionen in Brasilien auf.



